Titel: Im kleinen wilden Schnergenland
geschrieben, übersetzt und illustriert von Edward Wyke-Smith, Veronica Cossanteli, Paddy Donnelly und Uwe-Michael Gutzschhahn
geschrieben, übersetzt und illustriert von Edward Wyke-Smith, Veronica Cossanteli, Paddy Donnelly und Uwe-Michael Gutzschhahn
Ab 6 Jahre
240 Seiten, 173 x 245 mm
Erschienen am:
24.08.2021
ISBN: 978-3-522-18580-6
Preis (Print): 15,00€
Klappentext:
Als Pip und Flora im Sunny Bay Home, dem von Miss Watkyns geführten Heim für elternlose Kinder, in Schwierigkeiten geraten, laufen sie mit ihrem Hund Tiger davon: mitten hinein in eine andere Welt. Sie entdecken das Land der Schnerge, ein magischer Ort tief im Wald mit seinen Baumhäusern und kuriosen Bewohnern. Hier gibt es Zimtbären, tolle Feste und seltsame Rituale – aber auch Hexen und andere merkwürdige Wesen. Zum Glück haben die beiden Kinder einen Freund, den chaotischen und vergesslichen, aber dafür sehr liebenswerten Schnerg Gorbo. Mit ihm stolpern sie von einem grandiosen Abenteuer zum nächsten.(Quelle Daten, Text & Cover inkl. Copyright: Thienemann-Esslinger)
Im kleinen wilden Schnergenland wurde
angepriesen als Tolkiens Inspiration für den Hobbit. Ich muss
gestehen, dass ich mich zumindest an die Bücher vom Herrn der Ringe
und Hobbit nie herangewagt habe, die Filme (immerhin in der Extended
Version) waren schon das höchste der Gefühle, was ich vertragen
habe. Warum war ich also trotzdem neugierig auf das Schnergenland?
Ganz einfach: Wenn das Buch es geschafft hat, jemanden zu einer
Erfolgsgeschichte wie dem Hobbit zu inspirieren, dann muss es
außergewöhnlich sein. Und so war ich sehr gespannt auf die
Geschichte rund um Pip, Flora und Gorbo, freute mich auf ihr
Abenteuer und konnte es kaum erwarten, in dieses Buch
hineinzuschnuppern.
Da es aufgrund unglücklicher Umstände
leider ein wenig gedauert hat, bis ich das Buch beginnen konnte,
stieg meine Vorfreude beinahe ins Unerträgliche. Als ich endlich
anfangen konnte, waren meine Erwartungen und Hoffnungen enorm, und
zum Glück wurden sie auch angemessen befriedigt.
Ob es Aspekte gibt, die für den Hobbit
übernommen worden sind, seien es kleine Details oder gröbere
Konzepte aus dem Worldbuilding oder der Figurengestaltung, kann ich
wie gesagt leider nicht festmachen, da ich das Werk nie gelesen habe.
Falls man also quasi einen Vorläufer des Hobbits erwartet, weiß ich
nicht, ob man hier an der richtigen Adresse ist.
Aber ich kann definitiv sagen, dass ich
Spaß bei der Geschichte hatte. Es wird zwar als Vorlesebuch
ausgeschrieben, aber gelesen habe ich es selbst und ganz für mich
allein, funktioniert ebenfalls wunderbar. Die Schrift ist angenehm,
nicht zu klein oder zu groß, sehr leicht-lockerer Schreibstil, und
mein Highlight waren die Illustrationen, die immer wieder eingestreut
wurden. Den Stil der Zeichnungen fand ich klasse, ich habe mir die
Bilder unglaublich gern angeguckt.
Die Story um Flora, Pip und Gorbo war
wirklich niedlich. Ich mochte es, wie man in die Welt eingeführt
wurde, wie man neuartige Wesen und Umgebungen kennengelernt hat und
schnell Teil des Ganzen wurde. Bald habe ich mich pudelwohl gefühlt,
mit der kleine Truppe mitgefiebert, mit ihnen gelacht und gebangt, es
war ein tolles Gefühl, so als würde ich dazugehören.
Die fantasievolle, detaillierte
Beschreibung des Settings hat es mir leicht gemacht, tief in die
Geschichte einzutauchen und ich konnte mich nur mit Mühe vom Buch
lösen, als ich erstmal angefangen hatte zu lesen.
Mein Fazit:
Ein tolles Kinderbuch,
was ich allein kleinen und großen Leser*innen ans Herz legen kann.
Ich habe ein paar entspannte Lesestunden damit verbracht und vergebe
guten Gewissens 5 von 5 Sternen.
⭐⭐⭐⭐⭐