Titel: Crave
Autor*in: Tracy Wolff
EUR 20,00 € [DE], EUR 20,60 € [A]
dtv Junior
Aus dem Amerikanischen von Katarina Ganslandt
Deutsche Erstausgabe, 688 Seiten, ab 14 Jahren
ISBN 978-3-423-76335-6
Autor*in: Tracy Wolff
EUR 20,00 € [DE], EUR 20,60 € [A]
dtv Junior
Aus dem Amerikanischen von Katarina Ganslandt
Deutsche Erstausgabe, 688 Seiten, ab 14 Jahren
ISBN 978-3-423-76335-6
Klappentext:
Nach dem Unfalltod ihrer Eltern verschlägt es Grace buchstäblich ins kalte Exil: die Wildnis von Alaska, wo ihr Onkel ein Internat leitet, in dem es nicht mit rechten Dingen zugeht. Und die Schüler sind nicht weniger mysteriös, allen voran Jaxon Vega, zu dem Grace sich auf unerklärliche Weise hingezogen fühlt – trotz aller Warnungen, dass sie in seiner Nähe nicht sicher ist. Doch Jaxon hat seinen Ruf nicht umsonst: Je näher sie und der unwiderstehliche Bad Boy einander kommen, desto größer wird die Gefahr für Grace. Offensichtlich hat jemand es auf sie abgesehen …(Quelle Daten, Text & Cover inkl. Copyright: dtv Verlag)
Von vielen habe ich gehört/gelesen,
sie empfinden Crave nur als ein weiteres Twilight. Mein Vorteil: Ich
habe mich immer gegen Twilight gewehrt und habe daher grob geschätzte
null Vergleichsobjekte, bin nicht vorbelastet oder voreingenommen,
sondern konnte mich ganz neutral auf die Geschichte stürzen.
Was mir direkt zu Beginn enorm positiv
aufgefallen ist, sind Humor und Erzählweise der Protagonistin. Sie
versieht ihre Berichte aus der Ich-Perspektive mit derart vielen
sarkastischen, selbstironischen und (manchmal auch unfreiwillig)
komischen Bemerkungen, dass ich riesigen Spaß dabei hatte, ihren
Ausführungen zu folgen. Allein schon die Kapitelüberschriften waren
der Knaller, ich war hin und weg.
Grace als Hauptfigur gefiel mir
unheimlich gut. Mit ihr zusammen die Geheimnisse des Internats und
seiner Bewohner zu entdecken, hat zwar etwas gedauert, da war man ihr
als Leser gern mal voraus. Aber spannend war es dennoch, allein schon
deshalb, weil sie mir als Person einfach so gut gefiel. Wie sie ihre
Trauer verbirgt und sich schwertut, über ihre Vergangenheit zu
sprechen, hat mich ein wenig an meine Art der Verarbeitung erinnert,
da konnte ich mich in ihr wiederfinden.
Die Beziehung zwischen ihr und Jaxon
wirkte zunächst bei der ersten Begegnung, als entwickelte sie sich
wie die typische Hass-Liebe, aber ihnen dabei zuzusehen, wie sie
einander näher kommen, war schon ganz unterhaltsam. Ich wurde jetzt
nicht vom Hocker gerissen vor Geknister und Gefühlen, aber insgesamt
ganz nett. Auch die Dynamiken im Internat waren interessant, dass
Grace sich da zunächst nicht gut aufgehoben fühlt, wundert mich
nicht.
Die Geschichte hat eigentlich alle
Erwartungen erfüllt, die ich an sie hatte. Die Beziehung zwischen
der „normalen“ Grace und dem mysteriösen Bad Boy Jaxon ist zwar
das Klischee schlechthin, aber nichts woran ich mich stören würde.
Das Internatsleben in Büchern finde ich sowieso immer klasse und für
Fantasy und magische Wesen habe ich auch ein Faible, also hat das
Buch für mich fast alle Punkte geholt, die es hätte holen können.
Ab und an gab es ein paar Längen, die man hätte vermeiden können,
aber das hat die Geschichte nicht zu arg runtergezogen.
Mein Fazit:
Keine große
Überraschung, aber dennoch gut konstruiert mit interessanten Figuren
und tollem Setting. Ich hatte Spaß beim Lesen und der Erzählstil
war mein persönliches Highlight. Ich vergebe 4,5 von 5 Sternen und
freue mich auf die Fortsetzung!
⭐⭐⭐⭐,5